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Ausstellung

Künstlerinnen um Alexander und Renata Camaro: 1. Teil – Margot Trierweiler

Zeitreisen 1945 – 2010, Gemälde, Collagen, Arbeiten auf Papier

14. Oktober 2014 – 14. Dezember 2014Camaro Haus, Potsdamer Str. 98 A, 10785 Berlin

Die Ausstellungstrilogie zeigt Werke von Künstlerinnen, die alle drei in einer engen, aber sehr unterschiedlichen Beziehung zu den Personen und der Kunst von Alexander und Renata Camaro stehen.

 

Triologie, 1. Teil

Margot Trierweiler

„Ob ich mich in meinen Bildern Gegenständen annähere oder Farbflächen gegeneinanderstelle, die ihre eigene Aussagekraft haben, das Wichtigste ist die Malerei – der Klang der Farbe, der Umgang mit Farbe.“

 

Zeitreisen 1945 – 2010
Gemälde, Collagen, Arbeiten auf Papier

Die Bilder von Margot Trierweiler sind so kraftvoll wie poetisch. Mit sensiblen Farbklängen, feinsten Schichtungen und geheimnisvollen Zeichen zeigt sich in ihnen ein umfassender Kosmos erinnerter Zeit. Gemälde, Collagen, Papierarbeiten sowie eine selten gezeigte Installation spannen einen weiten Bogen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Die Ausstellung präsentiert mit exemplarischen Beispielen aus allen Schaffensphasen einen umfassenden Einblick in das Werk einer Berliner Malerin, die sich nie dem Zeitgeist verschrieb, sondern immer eigenen Vorstellungen, Vorbildern und Vorlieben folgte. Geprägt durch die Bauhaustradition, den Umgang mit Material und Struktur sowie dem Miteinander von Farbe und Licht entstand ein dichtes Œuvre voller überraschender Momente zwischen spielerisch Gestaltetem und freier Assoziation. Spuren von Landschaft und Architektur verwandeln sich in rhythmische Strukturen. Erinnerungen zeigen sich in hellem Licht oder flackern leise im geheimnisvollen Dunkel. Atmosphärisches und nicht zuletzt Zeit und Zeitgeschichte werden sowohl durch reale Versatzstücke als auch durch umfassende Anklänge an literarische Motive erfahrbar. Eine Reihe großformatiger Papierarbeiten folgt der „Todesfuge“ Paul Celans, eine andere der prophetischen Seherin „Kassandra“. Eine Installation fügt Fundstücke der Seelower Höhen zu einem eindrücklichen „Requiem“. Die Ausstellung „Zeitreisen“ ist Auftakt der Trilogie „Künstlerinnen um Alexander und Renata Camaro“, die Margot Trierweiler, Susanne Riée und Jadwiga-Falk vorstellen, die wiederum auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Werk des Stifterpaares verbunden sind. So studierte Renata Camaro, angeregt durch Margot Trierweilers Bilder und Entwürfe, die sie in den 50er Jahren im Stuttgarter Atelier der Künstlerin kennenlernte, wie diese an der Textilingenieurschule in Krefeld bei Georg Muche und Elisabeth Kadow. Beide Künstlerinnen verband eine kurze Zeit intensiven Austauschs, der auch in der Ausstellung sichtbar wird.

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
28. April 2026 – 28. April 2030
 — Schloss Friedenstein
Hölzernes Theater
Eine Ausstellung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der Alexander und Renata Camaro Stiftung. Mit reproduzierten Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich. Das komplett aus Holz erbaute Ekhof-Theater (1681–1687) auf Schloss Friedenstein in Gotha, wo sich Alexander Camaro (1901–1992) in den 1930er-Jahren aufhielt, wurde zur Inspirationsquelle für seinen Bilderzyklus Hölzernes Theater von 1946: „Zu den seltsamsten, poetischsten und schönsten Engagements meiner Bühnentätigkeiten gehört die Zeit … in Gotha, wo ich auf dem dortigen Schloss wohnte … Am entgegengesetzten Ende des gewaltigen Hofes war das kleine hölzerne Theater, das mich dann später zu dem Zyklus Hölzernes Theater inspirierte.“ In seiner Auseinandersetzung mit dem Leben, der Bühne und dem Raum schuf der ehemalige Ballettmeister eine bemerkenswerte malerische Interpretation dieser Wiege der neuzeitlichen Theaterkultur. Durch das Objektiv des Fotografen und Künstlers Marcel Krummrich (*1971) öffnet die Ausstellung zudem einen zeitgenössischen Blick in die Kulissengassen, Logen und Bühnenmaschinen des einzigartigen Theaterbaus in Gotha. Die insgesamt 19 Bilder des Hölzernes Theater zählen zu Camaros Hauptwerken der Berliner Nachkriegsjahre. Hiermit feierte er seinen künstlerischen Durchbruch. Der Kritiker Will Grohmann (1887-1968) würdigte es 1961 als eine der „unvergänglichen Leistungen der vierziger Jahre in Deutschland“. Camaro faszinierte die bis heute intakte avantgardistische Bühnenmaschine des Ekhof-Theaters. In seinen Bildern gelang es Camaro, die gespenstische Zwischenzeit von Kriegsende und Währungsreform in die Metapher der Bühne zu überführen. Vor und hinter den Kulissen, der Bühne, in den Logen, Vestibülen und Gängen seines Hölzernes Theater tut sich eine Welt zwischen Sein und Schein auf. Ort: Schloss Friedenstein | Treppenhaus Westflügel/Westturm Öffnungszeiten : Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (April bis Oktober) 10 bis 16 Uhr (November bis März) An Feiertagen geöffnet, 24. und 31.12. geschlossen.Schloss FriedensteinSchlossplatz 199867 GothaMehrTeilenTermin speichern

Ausstellung
15. Oktober 2026 – 21. Januar 2027
 — Camaro Haus
WISSEN UM WEISS / 1
Der Titel der neuen Ausstellungsreihe WISSEN UM WEISS geht auf ein Gedicht von Alexander Camaro zurück, in dem er Weiss, Wissen und Weisheit verbindet. Eine unserer Prioritäten ist es, wichtige Aspekte seines Werkes im Dialog mit zeitgenössischen Positionen sichtbar zu machen. Dabei interessieren uns nicht nur direkte biografische Verbindungen, sondern auch innere, generationsübergreifende Verwandtschaften – gerade dort, wo Künstler:innen einander nie begegnet sind oder keine unmittelbare Prägung stattgefunden hat. WISSEN UM WEISS steht damit in der Kontinuität von Ausstellungen wie „Schatten aus Licht“ mit Lothar Wolleh (2023) und „Swing“ mit Dieter Mammel (2025). Bei Sabine Herrmann erscheint Weiss als eigene Farbe und zugleich als transparente Linienführung, die sich über farbige Kompositionen legt und diese verdichtet. Bei Bernd Kerkin ist es das Ergebnis einer zunehmenden Reduktion und Konzentration. Licht als eine erarbeitete Abwesenheit von Finsternis wird in der Malerei durch schichtenweise Überlagerungen ebenso erreicht wie durch die vorausschauende Aussparung auf weißem Grund. Aus diesen individuell sehr unterschiedlichen Verfahren entstehen Bildwelten von melancholischer Tiefe und zugleich erhebender Leichtigkeit. Ihre innewohnende Poesie sprengt den engen Horizont unseres komplexen Alltags. Weiss ist die Summe aller Lichtfarben. Auch die hier zusammengestellten Werke bilden eine Summe individueller Farbwelten – mit Nuancen und Feinheiten, die sich in der Betrachtung und im Gespräch erschließen.   Im Rahmen der Ausstellung gibt es Gelegenheit, Sabine Herrmann und Bernd Kerkin kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen: 14.10.2026, 18.30 Uhr Ausstellungseröffnung, mit Musik von Conny Bauer (Jazz) 29.10.2026, 18.00 Uhr Führung mit Bernd Kerkin 05.11.2026, 18.00 Uhr moderiertes Gespräch mit Sabine Herrmann und Bernd Kerkin 14.01.2027, 18.00 Uhr Führung mit Sabine Herrmann 21.01.2027 FinissageCamaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichern