von anja

#37

Der „Zauberer“ bildet zusammen mit „Zaubertisch“ ein Diptychon. Die von Linien umrissene Szene ist in ihrer Formgebung und Farbwahl reduziert gehalten. In einem nahezu leeren Raum steht eine männliche Figur in Frack und hebt seine Arme „wie zu einer Levitation von zwei Tüchern“. Während Christiane Heuwinkel das Interieur des rechten Bildes dem Titel nach als „Zaubertisch“ mit Requisiten des Zauberers definiert, erkennt Lucie Schauer darin ein Maleratelier mit rechteckigen Bildern, die fast zu schweben scheinen. Hier wird der Maler zum Magier und seine Kunst zur Zauberkunst.

(Christiane Heuwinkel: Die Welt des Scheins. Ein Camaro-Alphabet, in: Alexander Camaro. Die Welt des Scheins, 2022, S.42. / Lucie Schauer: Zauberer und Zaubertisch, in: Die Welt als Bühne. Alexander Camaro, S.84)

[Alexander Camaro, Zauberer und Zaubertisch (Diptychon), 1983, Mischtechnik, Acryl, Kohle auf Leinwand, 200 × 160 cm
Foto: Eric Tschernow  © Camaro Stiftung]

[EN]
Our #weeklycamaro #37 the „magician“ forms together with „magic table“ a diptych. The scene, which is created out lines, is reduced in its shape and choice of colours. In an almost empty room, a male figure in a tuxe stands and raises his arms “as if to a levitation of two cloths”. While Christiane Heuwinkel defines the interior of the painting on the right as a “magic table” with props of the magician, Lucie Schauer recognises the surrounding as a painting studio with rectangular paintings that almost seem to float. Here the painter becomes a magician and his art becomes magic.

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung, Ausstellungseröffnung
15. Februar 2024 – 15. März 2024
„Frühlingserwachen“ Felix Broede and the French friends
Pop-Up Ausstellung im Camaro Haus Ausstellungsdauer: 16.02.-15.03.2024 Vernissage: 15.02.2024 um 18 Uhr   Mit Frühlingserwachen bezeichnet man im Allgemeinen den Vorfrühling, den Vorboten der Lebenskraft und der bevorstehenden Explosion der Natur. Es ist die Jahreszeit der Hoffnung, der Lebensfreude und der neuen Liebe, die nach der kalten, entbehrungsreichen und lichtlosen Zeit des Winters ihr Recht fordert. In sehr vielen Kulturen finden in dieser Zeit Frühlingsfeste und -rituale statt.   Diese Idee des Frühlingserwachens wird in unserem zeitgenössischen Kontext auf die hier gezeigten Bilder aus dem Narayan Ritual übertragen, (ein Konzept der Malerin und Tänzerin Anne Bataï), fotografiert von Emmanuelle Freget und Felix Broede. Es ist ein Miteinander verschiedener künstlerischer Disziplinen, wie es unter Künstler:innen bestenfalls gelingt, in das wir hier über das Medium der Fotografie den versteckten Blick eines Zaungastes werfen dürfen.   Zur Eröffnung der Pop-Up Ausstellung sind die Künstler:innen anwesend. Musikalisch wird der Abend durch Gitarrenspiel begleitet.   Wir freuen uns auf Euch!     *Durch die Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich mit der möglichen Veröffentlichung von Bildmaterial, auf dem Sie abgebildet sind, einverstanden.MehrTeilenTermin speichern