von anja

#35

#35
Unser #weeklycamaro #35 zeigt eine Winterszene. Auf einer lichten Eisfläche befinden sich vier scherenschnittartige Figuren auf Schlittschuhen, collagiert aus Zeitungspapier und überstrichen mit schwarzbrauner Farbe. Drei Musiker mit Bowlerhüten spielen auf Blasinstrumenten, während eine weibliche Figur mit einem opulenten Hut und dicken, elegant schwingendem Mantel vor dem Trio fährt. Die dunklen Gestalten bilden einen Kontrast zur weißen, vom Geäst eingerahmten Eisfläche. Aschermittwoch-Blues stellt „eine melancholische Reminiszenz an die Breslauer Jahre Camaros“ dar.

(Christiane Heuwinkel: Die Welt des Scheins. Ein Camaro-Alphabet, in: Alexander Camaro. Die Welt des Scheins, 2022, S.31.

[Alexander Camaro, Aschermittwoch-Blues, 1973, Mischtechnik, Collage, Acryl auf Leinwand, 160x200cm  © Camaro Stiftung]

[EN]
Our #weeklycamaro #35 thematizes a winter scene. On a sparse ice surface four scissor-like figures on ice skates, collaged from newsprint and covered with black-brown paint. Three musicians in bowler hats play windinstruments, while a female figure with an opulent hat and thick, elegantly swinging coat moves in front of thetrio. The dark shapes form a contrast to the white, light ice surface framed by the branches. Aschermittwoch-Blues is “a melancholic reminiscence of the Wroclaw years of Camaros”.

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
17. April 2026 – 31. Juli 2026
 — Camaro Haus
HEINZ TRÖKES – AUGENREISEN
Vom 17. April bis 31. Juli 2026 zeigt die Alexander und Renata Camaro Stiftung im Camaro Haus die Ausstellung Heinz Trökes – Augenreisen. Als Künstler, Netzwerker und Mitbegründer der legendären Galerie Gerd Rosen schuf Heinz Trökes (1913-1997) 1945 einen Ort in Berlin, an dem die Avantgarde wieder sichtbar wurde und ein neuer geistiger Aufbruch begann. Seine Stimme war in den Debatten der Nachkriegszeit ebenso unverzichtbar wie seine Bilder, die den Hunger nach Freiheit und Weltoffenheit spiegeln. Im Zentrum seines Lebens und Schaffens stand die Erkundung der Welt. Für Trökes war das Reisen kein bloßer Ortswechsel, sondern ein Motor der Erneuerung. Eindrücke, Landschaften, Begegnungen – all dies verwandelte sich in seinem Werk zu farbintensiven, poetischen Bildwelten, die den Mittelpunkt der Ausstellung bilden. Dass sich die Alexander und Renata Camaro Stiftung Trökes widmet, hat auch mit einer frühen Begegnung zu tun, die beide Künstler verbindet. 1946 traf Trökes in der Nähe von Quedlinburg auf Alexander Camaro (1901–1992), erkannte die Nähe ihrer künstlerischen Haltung und verhalf ihm noch im selben Jahr zu seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Gerd Rosen. Daraus entstand eine lebenslange Verbundenheit. Die Ausstellung lädt dazu ein, Trökes als Reisenden, Impulsgeber und visionären Künstler neu zu entdecken – und die Welt durch seine Augen zu sehen: offen, neugierig, voller Bewegung.   Eintritt frei Eröffnung: Donnerstag, 16.04.2026, 18.00 UhrCamaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichernHeinz_Trökes_Augenreisen_keyvisual