von anja

#31

Der gesichtslose, leicht kubistisch anmutende Harlekin nimmt den vorderen Bildraum ein. Die Gestalt setzt sich aus einzelnen Elementen zusammen und formt sich zu einer tänzelnden Figur. Der Harlekin als Motiv der Commedia dell´arte wird im Werk in eine melancholische Atmosphäre gesetzt. Camaro verbindet „das Zirkussujet mit einer schwermütigen, geheimnisvollen Darstellung – wiederum als Verweis auf die Ambivalenz zwischen Tragik und Komik“.
(Teresa Laudert: Sinnbilder der menschlichen Existenz Camaros Darstellungen aus der Zirkus- und Artistenwelt, in: Alexander Camaro und Breslau, 2018, S.81)

[Alexander Camaro, Großer Harlekin, 1956, Öl auf Leinwand, 200x160cm
© Camaro Stiftung]

[EN]
A faceless harlequin in cubistic manner occupies the foreground oft he painting. The harlequin is composed of indivudal elements and forms into a dancing figure. As a motif of the „Commedia dell´arte“ the harlequin is set in a melancholic atmosphere. Camaro combines „the cirus theme with a melancholy, mysterious depiction – again a reference to the ambivalnce between tragedy and comedy“.

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
23. Januar 2026 – 27. März 2026
„OFF-ROAD – IM FREIEN GELÄNDE“. Arbeiten von Renata 1955-2008
Die Alexander und Renata Camaro Stiftung zeigt vom 23. Januar 2026 bis 27. März 2026 eine Ausstellung mit ca. 50 Werken der Künstlerin Renata Camaro (1934-2009). Als Gründerin hat Renata Camaro einen besonderen Stellenwert für die Camaro Stiftung. Neben ihrem künstlerischen Werk soll auch dieser Aspekt nun mit einer Ausstellung gewürdigt werden. Unter dem Ausstellungstitel „OFF-ROAD — IM FREIEN GELÄNDE“ rücken Werke in den Vordergrund, die repräsentativ für Renatas Schaffensphasen zwischen 1955-2008 stehen. Der Titel stammt aus einer ihrer späten Collagen, mit der sie abermals Bezug auf einen ihr Leben bestimmenden Wendepunkt nimmt: Bei einem Tagesauflug 1962 durch Mexiko kommt das Auto, in dem sie sitzt, von der Straße ab. Renata wird dabei schwer verletzt. Sie zieht sich anschließend aus der Öffentlichkeit zurück und verlässt damit auch ihren frühen, durchaus vielversprechenden Karriereweg. Im Privaten, abseits des üblichen Kunstbetriebs entsteht über Jahrzehnte dennoch ein Œuvre, das sich mit dem Ringen um Emanzipation, dem Zen-Buddhismus und Schmerz auseinandersetzt.MehrTeilenTermin speichern