von anja

#9

Mit Bernhard Heiliger schuf Alexander Camaro 1966/67 Lithographien mit Themen und Motiven zu Ernst Schröders Inszenierung von Goethes „Faust“ im Schiller Theater Berlin.

In den Felsbuchten des Ägäischen Meers treiben Sirenen mit ihren Gesängen im Faust II“ ihr Unwesen. Sie stehen sinnbildlich für Verlockungen und deren verheerenden Folgen.

Camaro zeigt in der Lithographie „Sirene“ allerdings keinen Schiffbruch. Aus der undefinierten Umgebung formt sich ein weibliches, geflügeltes Fabelwesen heraus. Hat diese Sirene gerade ein Schiff entdeckt oder singt sie bereits?

Noch bis Ende des Monats ist unser #weeklycamaro #9 neben anderen Lithographien von Alexander Camaro in der Sonderausstellung im Camaro Haus zu sehen.

[Alexander Camaro, Sirene, 1967, Lithographie auf Papier ©Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst Bonn]

 

[EN]

 

Together with Bernard Heiliger, Camaro created lithographs with themes and motifs of Goethe´s „Faust“ in 1966/67 – related to Ernst Schröder´s staging in the Schiller Theatre in Berlin.
There, in the rocky bays of Aegean Sea, sirens cause trouble with their chants. They symbolize temtations and their destructive consequences.

However, in the lithograph „siren“ Camaro does not show a shipwreck but a female, winged mythical creature emerged from the undefined environment. Has this siren just spotted a ship or is she already singing?

Our #weeklycamaro # 9 can be seen alongside other lithographs by Alexander Camaro in the special exhibition in the Camaro House until the end of this month.

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung, Ausstellungseröffnung
15. Februar 2024 – 15. März 2024
„Frühlingserwachen“ Felix Broede and the French friends
Pop-Up Ausstellung im Camaro Haus Ausstellungsdauer: 16.02.-15.03.2024 Vernissage: 15.02.2024 um 18 Uhr   Mit Frühlingserwachen bezeichnet man im Allgemeinen den Vorfrühling, den Vorboten der Lebenskraft und der bevorstehenden Explosion der Natur. Es ist die Jahreszeit der Hoffnung, der Lebensfreude und der neuen Liebe, die nach der kalten, entbehrungsreichen und lichtlosen Zeit des Winters ihr Recht fordert. In sehr vielen Kulturen finden in dieser Zeit Frühlingsfeste und -rituale statt.   Diese Idee des Frühlingserwachens wird in unserem zeitgenössischen Kontext auf die hier gezeigten Bilder aus dem Narayan Ritual übertragen, (ein Konzept der Malerin und Tänzerin Anne Bataï), fotografiert von Emmanuelle Freget und Felix Broede. Es ist ein Miteinander verschiedener künstlerischer Disziplinen, wie es unter Künstler:innen bestenfalls gelingt, in das wir hier über das Medium der Fotografie den versteckten Blick eines Zaungastes werfen dürfen.   Zur Eröffnung der Pop-Up Ausstellung sind die Künstler:innen anwesend. Musikalisch wird der Abend durch Gitarrenspiel begleitet.   Wir freuen uns auf Euch!     *Durch die Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich mit der möglichen Veröffentlichung von Bildmaterial, auf dem Sie abgebildet sind, einverstanden.MehrTeilenTermin speichern