von Team

#5

#weeklycamaro #5 ist ein grafisches Werk: Im *Zwiegespräch* zeichnet Camaro aus feinen Linien eine abstrahierte Bühnensituation, die in ihrem spielerischen Bildaufbau, den gekippten Flächen, den Mustern und kleinen Schnörkeln an die Bildsprache des berühmten französischen Malers Henri Matisse erinnert. Obwohl die beiden Figuren durch die räumliche Gliederung im Bild voneinander getrennt sind, scheinen sie doch miteinander zu kommunizieren – ein Zwiegespräch zu führen.
Die caféartigen Tische in der Bildmitte sind mit Bleistift durchgestrichen, was vermuten lässt, dass die Zeichnung als Vorstudie für das gleichnamige Ölgemälde diente. Auf diesem sind die Stühle tatsächlich nicht mehr eingefügt.

[Alexander Camaro, Zwiegespräch, 1946, Tinte auf Papier © Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn 2021]

 

[EN]
#weeklycamaro #5 is a graphic work: In *Dialogue* (*Zwiegespräch*) Camaro draws an abstracted stage situation from fine lines, which refers to the visual language of the famous French painter Henri Matisse by its playful image structure, the tilted surfaces, the patterns and small ornaments. Although the two figures are separated from each other by the spatial arrangement in the painting, they seem to communicate with each other – they carry on a dialogue.
The café-like tables in the center of the painting are crossed out in pencil, suggesting that the drawing served as a preparatory study for the oil painting of the same name and year. On this one, the chairs are actually no longer inserted.

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
17. April 2026 – 31. Juli 2026
 — Camaro Haus
HEINZ TRÖKES – AUGENREISEN
Vom 17. April bis 31. Juli 2026 zeigt die Alexander und Renata Camaro Stiftung im Camaro Haus die Ausstellung Heinz Trökes – Augenreisen. Als Künstler, Netzwerker und Mitbegründer der legendären Galerie Gerd Rosen schuf Heinz Trökes (1913-1997) 1945 einen Ort in Berlin, an dem die Avantgarde wieder sichtbar wurde und ein neuer geistiger Aufbruch begann. Seine Stimme war in den Debatten der Nachkriegszeit ebenso unverzichtbar wie seine Bilder, die den Hunger nach Freiheit und Weltoffenheit spiegeln. Im Zentrum seines Lebens und Schaffens stand die Erkundung der Welt. Für Trökes war das Reisen kein bloßer Ortswechsel, sondern ein Motor der Erneuerung. Eindrücke, Landschaften, Begegnungen – all dies verwandelte sich in seinem Werk zu farbintensiven, poetischen Bildwelten, die den Mittelpunkt der Ausstellung bilden. Dass sich die Alexander und Renata Camaro Stiftung Trökes widmet, hat auch mit einer frühen Begegnung zu tun, die beide Künstler verbindet. 1946 traf Trökes in der Nähe von Quedlinburg auf Alexander Camaro (1901–1992), erkannte die Nähe ihrer künstlerischen Haltung und verhalf ihm noch im selben Jahr zu seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Gerd Rosen. Daraus entstand eine lebenslange Verbundenheit. Die Ausstellung lädt dazu ein, Trökes als Reisenden, Impulsgeber und visionären Künstler neu zu entdecken – und die Welt durch seine Augen zu sehen: offen, neugierig, voller Bewegung.   Eintritt frei Eröffnung: Donnerstag, 16.04.2026, 18.00 UhrCamaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichernHeinz_Trökes_Augenreisen_keyvisual