von Team

#1

Unser #weeklycamaro #1 ist Camaros „Schaubudenmädchen“ von 1949. Das puppenhafte Mädchen ohne Unterleib – ein Motiv der Vergnügungsparks der Belle Epoque – findet sich häufig in Camaros Werk, oft mit einer doppelbödigen Moral. Wie in der Programmnummer „Die Dame ohne Unterleib“ des Künstlerkabaretts *Die Badewanne*, das Camaro 1949 mitbegründete: Dort schreit das Mädchen dem habgierigen Budenbesitzer ihren Hass entgegen – als emanzipierter Akt der Befreiung.

Mehr Infos finden Sie z.B. im Ausstellungskatalog „Alexander Camaro – Lunapark. Schaubühne, Budenzauber, Vergnügungswelt“ 2020, erhältlich hier.

[Alexander Camaro, Schaubudenmädchen, 1949, Öl auf Leinwand, 116 x 76 cm, Foto: Eric Tschernow © Camaro Stiftung/VG Bild-Kunst, Bonn 2020]

 

[EN ]
Our #weeklycamaro #1 is Camaro’s “show booth girl” from 1949. The doll-like girl without abdomen – a characteristic motif of the amusement parks of the Belle Epoque – is often found in Camaro’s work, most of the time with ambiguous morals. As in the program number „The Lady without Abdomen“ of the artists‘ cabaret *The Bathtub*, which Camaro co-founded in 1949: There the girl screams her hatred towards the greedy stall owner – as an emancipated act of liberation.

Find more in the exhibition catalogue “Alexander Camaro – Lunapark. Schaubühne, Budenzauber, Vergnügungswelt” 2020 [in German only], available here.

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Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
25. Juni 2021 – 1. September 2021
 — Camaro Haus
Verborgene Schätze – Alexander Camaros Malerei und Aquarelle der 1960er- und frühen 1970er- Jahre
„Einen Klecks Farbe draufgeben, und es kann sich ein Wunder vollziehen. Es kommt nur auf den an, der es tut und mit welchen inneren Aufbereitungen sich das vollzieht.“
(Alexander Camaro, 1960er-Jahre)
In den 1960er- und 70er-Jahren schuf Camaro mehrere Aquarell-Zyklen: Jeweils tief inspiriert von äußeren und sehr unterschiedlichen Anlässen, zeigt sich in diesen Serien auch Camaros Lust an der künstlerischen Technik, an Farbe und Form. Die „Mexikanische Serie“ von 1962 erzählt von einer innigen, imaginären Verbundenheit zu Mexiko, begründet durch die prägenden Erfahrungen, die das Künstlerpaar Camaro mit dem Land verband. Die „Carona-Serie“ von 1966 wiederum entstand in einem alten Haus im Tessin, wo Camaro für mehrere Wochen wohnte. Das mittelalterliche Mauerwerk wurde dem Künstler zur physischen Malunterlage für die vielschichtigen Farb- und Formenspiele in dieser Serie. Den farbkräftigen Aquarellen steht das großformatige Triptychon in Öl „Herz auf Opferstein“ von 1966 gegenüber, das durch seine Intensität in ein inspirierendes Spannungsverhältnis mit den Papierarbeiten tritt.   Ihr Besuch bei uns: Bitte beachten Sie, dass der Zutritt zu den Ausstellungsräumen nur unter Nachweis eines negativen Schnelltest-Ergebnisses (nicht älter als 24 Stunden) oder unter Nachweis einer Impfung oder Genesung (bitte Bescheinigung vorlegen) erfolgen kann. In allen Räumen des Camaro Hauses gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Für die Teilnahme an den Eröffnungsabenden melden Sie sich bitte per Email an unter: info@camaro-stiftung.de.Camaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75
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