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Ausstellung

„MEINE LIEBSTEN BILDER”

Dem Mäzen und Förderer der Künste Theodor Gentner zum 90. Geburtstag

12. September 2017 – 27. Oktober 2017Camaro Haus, Potsdamer Str. 98 A, 10785 Berlin

Alexander Camaro, Luftschaukel (Triptychon), 1986,
Aquatec auf Leinwand, je 250 × 200 cm
Foto: Dieter Bühler, Berlin

Eröffnung und Feier im Camaro Haus am Samstag, 9. September 2017, 18 Uhr

Alexander Camaro hielt seine Überlegungen zur Gründung einer Stiftung bereits im Jahr 1983 fest. Renata Camaro, die Witwe des Malers, nahm sie später wieder auf. Für dieses Vorhaben, die Gründung der Alexander und Renata Camaro Stiftung, bat sie ihren Bruder Theodor Gentner vor rund zehn Jahren um Hilfe. Der damals bereits 80jährige Ingenieur Theodor Gentner nahm die Herausforderung an. Seinem Engagement und seiner Leidenschaft ist es zu verdanken, dass wir heute mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung einen besonderen Ort künstlerischer Inspiration und Kreativität vorfinden.

Der 90. Geburtstag des Vorstandsvorsitzenden ist Anlass, sein Wirken für die Stiftung zu würdigen.

Die Präsentation im Camaro Haus zeigt (s)eine persönliche Auswahl an Gemälden, die ihn zu seinem Engagement für die Schönen Künste bewegten: z.B. von Alexander und Renata Camaro, von Margot Trierweiler, Hans Laabs, Siegfried Kühl und Akbar Behkalam.

Zu den Highlights gehört Camaros Triptychon Luftschaukel (1986). Der Maler greift das Motiv wieder auf, das ihn bereits in der Nachkriegszeit beschäftigt. Im Zusammenhang mit einem seiner Hauptthemen, dem poetisch anmutenden „Schausteller- und Schaubudenmilieu”, entstehen in den frühen 1980er Jahren wieder Luftschaukeln in abstrahierender Form. Er spielt mit einem farbigen Spektrum und entwickelt zahlreiche, auch kleinformatige Varianten.

 

 

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
1. Oktober 2021 – 18. November 2021
 — Camaro Haus
Camaros Bühnen n°I Hauptwerke von 1946 bis 1991
Von 1930 bis zum Ende des II. Weltkriegs ist Camaro, ein Schüler des Expressionisten Otto Mueller, vorrangig Bühnenkünstler. Ab 1945 betätigt er sich sehr konzentriert als Maler, Zeichner und erst in zweiter Linie als szenischer Gestalter. Bis in die 1960er Jahre und 1980er Jahre verzeichnet er mit seinen Bildern im In- und Ausland einen stetig wachsenden Erfolg. Seine Gemälde finden Eingang in bundesdeutsche und Berliner Museen. Zweimal nimmt er an der documenta in Kassel teil. Auch in der Schweiz und den USA wird sein Werk ausgestellt. Die Camaro Stiftung öffnet mit „Camaros Bühnen Hauptwerke 1946 bis 1991“ eine Reihe von Ausstellungen, die sich der Frage widmen, wie und warum Camaro in den ersten Jahrzehnten der Enklave West-Berlin zu einer künstlerisch führenden, prägenden Figur wurde, obwohl er eher still und ohne große Illusionen arbeitete. Sein Ruf war, ein „literarischer Maler“ zu sein. Der Maler Werner Heldt sah in ihm einen „Poeten“, der Kunstkritiker Will Grohmann einen „Romantiker“. Seinem eigenen Verständnis nach war Camaro eher ein Denker und bewusst ein Magiker. Das Thema „Bühnen“ interessierte ihn nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit als Tänzer, Ballettmeister, Zirkusartist und seiner nach dem Krieg begonnenen Aktivität als Mitbegründer des Künstlerkabaretts „Die Badewanne“. Es ging ihm um die Idee des Welttheaters, um die Frage, welche Räume und Motive ein Künstler nach 1945 malen konnte. „Hier ist die Stätte der Lust und des Schmerzes“, schrieb er 1947 über seine Werkgruppe „Das Hölzerne Theater“. Seine Malerei und seine Motive, die bis in die 1990er Jahre räumlich und häufig sogar szenisch erschienen, verstand er als „gleichnishafte Zeichen“. „Camaros Bühnen Hauptwerke 1946 bis 1991“ widmet sich als Ausstellung nicht der Frage, ob es dem Maler um Abstraktion und Gegenständlichkeit ging. Im Vordergrund stehen die Bedeutungen, die Tiefe und die vielen menschlichen Aspekte, die Camaros Bilder nach wie vor eindringlich übermitteln.Camaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichern