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Ausstellung

MALARZ. MENTOR. MAG.

Otto Mueller a środowisko artystyczne Wrocławia

9. April 2019 – 30. Juni 2019Muzeum Narodowe, Wrocław, plac Powstańców Warszawy 5, 50-153 Wrocław

Die in Berlin vielbeachtete und erfolgreich beendete Schau „MALER. MENTOR. MAGIER. Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau“ wurde mit verändertem Konzept vom Muzeum Narodowe, Wrocław übernommen. Besuchen Sie sie vom 9.4. bis zum 30.6.2019 in Wrocław/Breslau.

Otto Mueller, Zwei Mädchen, um 1925, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin © bpk/SMB, Nationalgalerie/Foto: Jörg P. Anders

Der ehemalige Brücke-Maler und Expressionist Otto Mueller wechselt 1919 für eine Professur von Berlin nach Breslau: Die weltoffene, liberale Atmosphäre an der dortigen Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe beflügelt mit innovativen Ideen die Entwicklung der europäischen Moderne.
Seit 1925 stehen in Breslau die wichtigen Strömungen der modernen Malerei gleichberechtigt nebeneinander: der Expressionismus mit Otto Mueller, die französische Peinture der Académie Matisse mit Oskar Moll, die Neue Sachlichkeit mit Alexander Kanoldt und Carlo Mense sowie das Bauhaus und dessen Umfeld mit Oskar Schlemmer, Georg Muche und Johannes Molzahn.
Um die Akademie in der niederschlesischen Hauptstadt bildet sich ein Netzwerk aus befreundeten Kunst- und Kulturschaffenden, das von der gegenseitigen Inspiration und dem Austausch zwischen den Städten Berlin und Breslau kündet. Vor allem der charismatische Otto Mueller nimmt im Kunstleben maßgeblichen Einfluss. Seine dreifache Rolle als Maler, Mentor, Magier aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten ist die zentrale Idee der Schau.
Neben herausragenden Werken von Otto Mueller werden auch Arbeiten seiner Akademiekollegen gezeigt sowie dessen Schüler und Schülerinnen vorgestellt: darunter Alexander Camaro, Grete Jahr-Queißer, Jan Cybis und Margarete Schultz. Der mit Wrocław verbundene Maler Zdzisław Nitka überrascht mit originellen Bezügen auf das Werk des schlesischen Meisters des Expressionismus.

Die Ausstellung ist zugleich das Resultat eines deutsch-polnischen Forschungsprojektes.
Ein wichtiges Kapitel deutsch-polnischer Kunstgeschichte wird neu erzählt.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog in polnischer und deutscher Sprache. Beide Sprachausgaben sind im Muzeum Narodowe, Wrocław sowie im Camaro Haus erhältlich.

 

 

Eine Ausstellung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung und dem Muzeum Narodowe we Wrocławiu.

 

 

 

 

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Camaro Stiftung

Ausstellung
10. Dezember 2020 – 8. Mai 2021
 — Camaro Haus
Alexander Camaro – LunaparkSchaubühne, Budenzauber und Vergnügungswelt
Der interdisziplinär arbeitende Künstler Alexander Camaro (1901–1992) hinterließ ein umfängliches Werk rund um die Welt der Rummelplätze und Vergnügungsparks. Es ist eine Welt, die er aus seiner Jugend in Breslau kannte, wo er mit Schaustellern, Musikern, Artistinnen und Artisten aus dem Umfeld des Lunaparks in Kontakt kam, und die für ihn auch später im Nachkriegsberlin nichts an Faszinationskraft verlor. Camaros Blick ist so eigenwillig wie einzigartig. Seine Bilder und Texte erzählen von der traurig-schönen Wahrheit der Bühnen und Buden, aber auch von verlassenen Festplätzen und der Vereinzelung des Menschen: Freude und Verklärung, Schmerz und Trauer fließen zusammen. Steht bei Camaro der Lunapark als Chiffre für eine unwiederbringliche Zeit? Ist es die Wehmut an unbeschwerte Kindheitstage und die Jugend, die sich dann später mit Erlebtem und Erlittenem der Kriegszeiten mischt und in den Berliner Nachkriegsjahren durch Unsicherheit und Desillusion ihren Ausdruck sucht? Und was bedeutet er, der Lunapark, für uns im 21. Jahrhundert: für uns Berlinerinnen und Berliner? Was ist für uns heute an diesem Bild – oder besser noch: gerade jetzt – aktuell, bewegend oder gar berührend? Alexander Camaro vertrat die Auffassung, dass die Schaustellerzunft und das Artistentum – ob ihrer freien Haltung und ihres körperlichen Einsatzes – einen eigenen und unantastbaren künstlerischen Ausdruck haben. So möchte die Ausstellung im Camaro Haus mit einer persönlich erzählten Geschichte außerdem auf die Lage besonderer sozialer Gruppen und womöglich verschwindenden Kulturen aufmerksam machen, deren Existenz es aktuell zu wahren gilt.   Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im be.bra-Verlag, erhältlich zum Preis von 25,– €. Zum Katalog geht es hier.Camaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichern