Ausstellung 17. April 2026 – 31. Juli 2026 — Camaro HausHEINZ TRÖKES – AUGENREISENVom 17. April bis 31. Juli 2026 zeigt die Alexander und Renata Camaro Stiftung im Camaro Haus die Ausstellung Heinz Trökes – Augenreisen. Als Künstler, Netzwerker und Mitbegründer der legendären Galerie Gerd Rosen schuf Heinz Trökes (1913-1997) 1945 einen Ort in Berlin, an dem die Avantgarde wieder sichtbar wurde und ein neuer geistiger Aufbruch begann. Seine Stimme war in den Debatten der Nachkriegszeit ebenso unverzichtbar wie seine Bilder, die den Hunger nach Freiheit und Weltoffenheit spiegeln. Im Zentrum seines Lebens und Schaffens stand die Erkundung der Welt. Für Trökes war das Reisen kein bloßer Ortswechsel, sondern ein Motor der Erneuerung. Eindrücke, Landschaften, Begegnungen – all dies verwandelte sich in seinem Werk zu farbintensiven, poetischen Bildwelten, die den Mittelpunkt der Ausstellung bilden. Dass sich die Alexander und Renata Camaro Stiftung Trökes widmet, hat auch mit einer frühen Begegnung zu tun, die beide Künstler verbindet. 1946 traf Trökes in der Nähe von Quedlinburg auf Alexander Camaro (1901–1992), erkannte die Nähe ihrer künstlerischen Haltung und verhalf ihm noch im selben Jahr zu seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Gerd Rosen. Daraus entstand eine lebenslange Verbundenheit. Die Ausstellung lädt dazu ein, Trökes als Reisenden, Impulsgeber und visionären Künstler neu zu entdecken – und die Welt durch seine Augen zu sehen: offen, neugierig, voller Bewegung. Eintritt freiEröffnung: Donnerstag, 16.04.2026, 18.00 UhrCamaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichern
Ausstellung 28. April 2026 – 28. April 2030 — Schloss FriedensteinHölzernes TheaterEine Ausstellung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der Alexander und Renata Camaro Stiftung. Mit reproduzierten Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich. Das komplett aus Holz erbaute Ekhof-Theater (1681–1687) auf Schloss Friedenstein in Gotha, wo sich Alexander Camaro (1901–1992) in den 1930er-Jahren aufhielt, wurde zur Inspirationsquelle für seinen Bilderzyklus Hölzernes Theater von 1946: „Zu den seltsamsten, poetischsten und schönsten Engagements meiner Bühnentätigkeiten gehört die Zeit … in Gotha, wo ich auf dem dortigen Schloss wohnte … Am entgegengesetzten Ende des gewaltigen Hofes war das kleine hölzerne Theater, das mich dann später zu dem Zyklus Hölzernes Theater inspirierte.“ In seiner Auseinandersetzung mit dem Leben, der Bühne und dem Raum schuf der ehemalige Ballettmeister eine bemerkenswerte malerische Interpretation dieser Wiege der neuzeitlichen Theaterkultur. Durch das Objektiv des Fotografen und Künstlers Marcel Krummrich (*1971) öffnet die Ausstellung zudem einen zeitgenössischen Blick in die Kulissengassen, Logen und Bühnenmaschinen des einzigartigen Theaterbaus in Gotha. Die insgesamt 19 Bilder des Hölzernes Theater zählen zu Camaros Hauptwerken der Berliner Nachkriegsjahre. Hiermit feierte er seinen künstlerischen Durchbruch. Der Kritiker Will Grohmann (1887-1968) würdigte es 1961 als eine der „unvergänglichen Leistungen der vierziger Jahre in Deutschland“. Camaro faszinierte die bis heute intakte avantgardistische Bühnenmaschine des Ekhof-Theaters. In seinen Bildern gelang es Camaro, die gespenstische Zwischenzeit von Kriegsende und Währungsreform in die Metapher der Bühne zu überführen. Vor und hinter den Kulissen, der Bühne, in den Logen, Vestibülen und Gängen seines Hölzernes Theater tut sich eine Welt zwischen Sein und Schein auf. Ort: Schloss Friedenstein | Treppenhaus Westflügel/WestturmÖffnungszeiten :Dienstag bis Sonntag10 bis 17 Uhr (April bis Oktober)10 bis 16 Uhr (November bis März)An Feiertagen geöffnet, 24. und 31.12. geschlossen.Schloss FriedensteinSchlossplatz 199867 GothaMehrTeilenTermin speichern
Aperitivo im Camaro Haus Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:30 UhrNur eine Rose als Stütze | Ila Raven und Uwe StreibelEin musikalisch-literarischer Abend auf den Spuren der jüdischen Autorin Hilde Domin. „Wen es trifft, der wird aufgehobenwie von einem riesigen Kran und abgesetztwo nichts mehr gilt,wo keine Straße von Gestern nach Morgen führt.Die Knöpfe, der Schmuck und die Farbewerden wie mit Besen von seinen Kleidern gekehrt…" Hilde Domin Mit einem sensiblen literarisch-musikalischen Programm begeben sich Ila Raven und Uwe Streibel – mit Klavier, Moderation und Rezitation – auf die Spuren der jüdischen Autorin Hilde Domin, die für ihre Exil-Lyrik unter anderem mit dem Nelly-Sachs-Preis und dem großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet ist. 1903 in Köln geboren, ist Hilde Domin, geborene Hilde Löwenstein, ab 1939 mit ihrem Ehemann Erwin Palm, ebenfalls Jude, unablässig vor den Faschisten auf der Flucht. Nach Zwischenstationen in Italien, Frankreich, Spanien und Kanada fassen die beiden schließlich in der Dominikanischen Republik Fuß. Von der Hauptstadt Santo Domingo leitet sie später ihren Künstlernamen „Domin“ ab. Trotz der Jahrzehnte, die Hilde Domin im Exil verbringt, verliert sie nie ihren Mut. Ihr unerschütterliches Vertrauen in das Leben und die Menschen lässt sie die Schrecken des vergangenen Jahrhunderts überstehen und ihre „Dennoch“-Hoffnung unaufhaltsam wachsen und reifen. Geprägt durch ihre Exilaufenthalte verleiht Hilde Domin in ihren Texten auch jenen Menschen eine Stimme, die nach ihrer Rückkehr aus Arbeits- und Konzentrationslagern verzweifelt nach einem Ort der Geborgenheit suchen: Nach einer verlorenen Heimat. Und obwohl Hilde aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ihrer Heimat beraubt und zur permanenten Flucht in ein 22-jähriges Exil gezwungen wird, bejaht sie ihr Schicksal zu jeder Zeit ihres Lebens: „Ich setzte einen Fuß in die Luft und sie trug.“ Eintritt inkl. Getränke & Snacks: 10 €MehrTeilenTermin speichern
Führung durch die Ausstellung, Gesprächsabend mit Musik Donnerstag, 9. Juli 2026, 18:30 Uhr — Camaro HausZeichnung wird Klang: Trökes-Zeichnungen als PartiturenBegleitveranstaltung zur Ausstellung HEINZ TRÖKES – AUGENREISEN Vier kleinformatige Farbstiftzeichnungen von Heinz Trökes werden an diesem Abend zu Partituren. Die Percussionistin Sabrina Ma folgt ihren Linien und Strukturen und übersetzt sie in Klang. So eröffnet sich ein ungewöhnlicher Zugang zu Trökes' Bildsprache, bei dem Sehen und Hören miteinander in Dialog treten. Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine Führung mit der Kuratorin Dr. Anna Krüger und Manuel Trökes, dem Sohn des Künstlers. Einlass: 18.00 Uhr | Beginn: 18.30 Uhr Eintritt: 10 € Camaro HausPotsdamer Str. 98 A10785 Berlin+49 (0)30. 263 929 75MehrTeilenTermin speichern