Über uns

Die gemeinnützige Alexander und Renata Camaro Stiftung pflegt das Werk von Alexander und Renata Camaro und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem fördert die Stiftung zeitgenössische Kunst: Malerei, Tanz, Literatur, Film und Musik sind die Kunstrichtungen, die sich auf das vielseitige Schaffen von Alexander Camaro beziehen. Die künstlerische Unabhängigkeit war für Camaro eine existenzielle Notwendigkeit und gilt für alle Projekte der Stiftung.

Camaro und Renata in Kampen/Sylt vor dem Bild »Sommer der Najade« 1977

 

Die Stifterin

Renata Camaro, geboren 1934 als Renate Gentner in Herrenberg bei Stuttgart, war Alexander Camaros Meisterschülerin und spätere Ehefrau. 1954-56 war sie Studentin bei Prof. Elisabeth Kadow, einer Bauhausschülerin, in der künstlerischen Abteilung der Textilingenieurschule in Krefeld, bevor sie 1959 bei Camaro Malerei studierte. Neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit war Renata Camaro als Muse und Assistentin an der Entstehung des Spätwerks von Alexander Camaro beteiligt. Nach Camaros Tod im Jahre 2001 widmete sie sich dem Zusammenhalt des Werkes und der Gründung der Alexander und Renata Camaro Stiftung, was sie mit Unterstützung ihres Bruders Theodor Gentner kurz vor ihrem Tode im Jahre 2009 realisieren konnte.

Camaro und Renata in Kampen/Sylt vor dem Bild »Sommer der Najade« 1977

 

Das Stiftungshaus

Das Stiftungshaus in der Potsdamer Straße 98A, das die Alexander und Renata Camaro Stiftung 2009 erwarb und renovierte, ist ein historischer Ort. Es wurde 1893 gebaut. Auftraggeber waren der Verein Berliner Künstlerinnen (VdBK1867) und das Viktoria-Lyceum, das für die akademische Weiterbildung von Frauen gegründet wurde. Hier lehrte Käthe Kollwitz und studierte Paula Modersohn-Becker. Nach dem Umzug der Künstlerinnenakademie 1911 wechselten die Bewohner sich ab: Klavierbauer, Rüstungsunternehmer, Anthroposophen, Buchverleger. Mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung öffnet das Haus 2011 wieder seine Türen für die Kunst und den kulturellen Austausch.

Das Stiftungshaus in der Potsdamer Straße 98 A, 2011, Foto: Dieter Bühler