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SUMMARY:Walter Barrientos
DESCRIPTION:Wir verlängern! Ab Di\, 5. Mai – Sa\, 20. Juni 2020 können Sie die Ausstellung nun wieder vor Ort besuchen. \n  \nBezüglich der Öffnung für Publikumsverkehr halten wir uns an die allgemeinen Empfehlungen\, d.h. ein Besuch ist nur einzeln oder in kleinen Gruppen nach Voranmeldung möglich. \nWir bitten um Voranmeldung unter: info@camaro-stiftung.de oder 0171 966 3879 (Beatrice Magnus-Wiebel\, Büro). \n  \n\n\n\n\n\n\nSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen\, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie\, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. \n Mehr Informationen \n Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren \n \n \n\n  \nSeit 2019 vergibt die Alexander und Renata Camaro Stiftung gemeinsam mit dem Kunstzentrum „Le RESERVOIR“ Art et Patrimoine\, Sète Arbeitsstipendien für Künstler*innen in Südfrankreich und Berlin. Der ursprünglich aus Peru/ Südamerika stammende Walter Barrientos war Artist in Residence in Berlin. Seine Arbeiten – vor allem Gemälde und experimentelle Monotypien – spüren sowohl alter als auch neuer Kunst- und Kulturgeschichte nach. Indigene Kulturen Amerikas und europäische Einflüsse treten in einen Dialog und ergeben aktuelle Fragestellungen. \nIn der Gegenüberstellung mit Alexander Camaro zeigen sich thematische und methodische Übereinstimmungen: Anregungen aus Barrientos Heimat Südamerika und das intermediale Interesse beider Künstler lässt deren Werke in einen spannungsreichen Diskurs treten. \n  \nWalter Barrientos\, La grande Odalisque\, 2014\, Mischtechnik\, Stoff\, Farbe\, Stickerei auf Leinwand © Walter Barrientos\nWalter Barrientos\, Venus\, 2014\, Stoff\, Mischtechnik\, Farbe\, Stickerei auf Leinwand © Walter Barrientos\n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n  \n\n\n\n  \n  \nLa Grande Odalisque und Venus\nMit der Malerei habe ich eine andere Art entdeckt\, Farbe lebendig zu machen\, eine andere Art\, Raum zu füllen und eine andere Art\, mein Material zu verwenden.\nWalter Barrientos \nZu Walter Barrientos Werkreihe Série Classiques Revisités gehören auch die beiden 2014 entstandenen Gemälde La Grande Odalisque und Venus.\nAn diesen Arbeiten zeigt sich ein Trend – die Orientierung der Gegenwartskunst an Alten Meistern und deren kunsthistorischen Techniken\, in einem freien und zugleich spielerischen Rückgriff auf berühmte Meisterwerke: z.B. auf Ingres La grande Odalisque\, 1814 (Louvre\, Paris)\, auf Botticellis Venus in Die Geburt der Venus\, 1484/89 (Uffizien\, Florenz) und auf Vermeers Das Mädchen mit dem Perlenohrring\, 1665 (Mauritshuis\, Den Haag). \n  \nLa Grande Odalisque \nDie von Ingres als Rückenakt dargestellte Konkubine überführt Barrientos in seiner Grande Odalisque in ein Bildnis vor leuchtend orangefarbenem Hintergrund. Es fallen besonders ihr psychologisierend-fragender Schulterblick ins Auge\, ihr aus Stoffresten in Flächen eingeteiltes Gesicht und ihr turbanartiges Gebinde um den Kopf. Barrientos verweist auf das kunstgeschichtliche Vorbild von Ingres einerseits\, mit der Wahl seines Bildausschnitts und der Interpretation desselben andererseits auf den französischen Künstlerkollegen Martial Raysse und dessen Arbeit Made in Japan – La Grande Odalisque\, 1964 (Centre Pompidou\, Paris). Die leuchtenden Farben und Stoffmuster Barrientos’ peruanischer Herkunft wie auch seiner Wahlheimat in Frankreich sind eigene Bildfindungen\, zugleich scheint ihm ebenso wie Raysse der kunsthistorische Diskurs um Ingres Gemälde bekannt zu sein. Ingres Odalisque wird verfremdet\, „zweckentfremdet“\, mit Hilfe einer Ästhetisierung des Ethnischen. Damit schafft Barrientos etwas Neues und Eigenes\, mit dem er zu gesellschaftlichen und kulturellen Reflexionen anregt. \n  \n\n		\n		                \n		                Walter Barrientos\, Donde Vamos\, Mischtechnik\, Öl\, Gravur auf Leinwand © Walter Barrientos\n		                \n		                \n		                Walter Barrientos\, Volveremos\, 2017\, Mischtechnik\, Öl\, Gravur auf Leinwand © Walter Barrientos\n		                \n		                \n		                Walter Barrientos\, Dans l’air limpide\, 2017\, Mischtechnik\, Öl\, Gravur auf Leinwand © Walter Barrientos\n		                \n		                \n		                Walter Barrientos\, Caballo loco\, 2017\, Mischtechnik\, Öl\, Gravur auf Leinwand © Walter Barrientos\n		                \n		                \n		                Walter Barrientos\, o.T.\, Tectonique-Technik auf Papier © Walter Barrientos\n		                \n		                \n		                Walter Barrientos\, Tierno IV\, 2019\, Mischtechnik\, Foto\, Collage\, Tectonique-Technik auf Papier © Walter Barrientos\n		                \n\n  \nWalter Barrientos\ngeboren 1960 in Cuzco\, Peru (einstige Hauptstadt des Inka-Reiches)\nlebt und arbeitet in Toulouse\, Frankreich \nWalter Barrientos\, 2020 © Walter Barrientos\n  \n1981–85\nStudium an den Kunstakademien in Lima und Cuzco\, Schwerpunkt: Zeichnung und Radierung\, Grundklasse Malerei.\n1986–88\nProfessur für Drucktechnik an der Universidad nacional de bellas artes de Cuzco.\n1989\nAnkunft in Montpellier auf Einladung der École des Beaux-Arts für eine Spezialisierung in Drucktechniken.\nGründung eines Ateliers für Radierung in Saint-Guilhem-le-Désert.\n1989–93\nProfessur für Drucktechniken an der École des Beaux-Arts de Montpellier.\n1990–2018\nBarrientos widmet sich soziokulturellen Projekten im Bereich der Kunstvermittlung in Frankreich und Europa.\n1992\nGründung eines selbstständigen Ateliers für Radierung in Montpellier\, das später das bekannte „La Maison de la Gravure Méditerranée“ wird.\n1996\nAufenthalt in Peru\, Guatemala und Mexiko. Barrientos trifft Subcomandante Marcos\, den zapatistischen Freiheitskämpfer im Aufstand von San Cristobal de las Casas (Chiapas\, Mexiko). Realisierung monumentaler Malerei mit Zapatisten-Kindern\, die in ganz Chiapas und verschiedenen südamerikanischen Ländern gezeigt wird sowie auf solidarischen Demonstrationen in Frankreich und Belgien.\nGründung eines alternativen Museums in einem Widerstandscamp der Zapatisten in Chiapas.\n2011\nGründung eines Ateliers für Radierung im Centre d’Art contemporain d’Essaouira\, Marokko. \n  \nAusstellungen und Preise \nMehrere nationale Auszeichnungen und Ehrungen in Peru (Lima\, Cuzco).\nZahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen\, v.a. in Europa und Nordamerika.\n2020 Artist in Residence mit eigener Druckwerkstatt im Camaro Haus\, Berlin. \n  \n  \n  \nRahmenprogramm zur Ausstellung (bis auf Weiteres abgesagt)\n \nMo\, 6.4. 2020\, 18 Uhr\nKünstlergespräch mit Walter Barrientos\nin Zusammenarbeit mit dem Ibero-Amerikanischen Institut \nMi\, 29.4. – Do\, 30.4.2020\, jeweils 17.30–20 Uhr\nZweitägiger Workshop Einführung in die „Tectonica“ (experimentelle Drucktechnik)\nunter Anleitung von Walter Barrientos\nTeilnahmegebühr: 20 Euro\nAnmeldung unter: info@camaro-stiftung.de oder 030 – 26392975 \n 
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LOCATION:Camaro Haus\, Potsdamer Str. 98 A\, Berlin\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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